Die Studie bestätigt es: Handystrahlung schadet dem Menschen

Mittwoch, 02. August 2017

Die Studie bestätigt es: Handystrahlung schadet dem Menschen

Trotz der Reduzierung der Wärmeentwicklung vom Smartphones schädigen diese nachweislich das Erbgut.

Jahrzehntelang galt es als unumstritten, dass der thermische Effekt, den Mobilfunkgeräte mit sich bringen, gesundheitsgefährdend ist. Nun ist es allerdings durch eine an Menschen durchgeführte Studie bewiesen, dass auch die athermischen Effekte ein gesundheitliches Risiko mit sich bringen. Unter diesen athermischen Effekten versteht man die Auswirkungen der Strahlenbelastung, die von Mobilfunkgeräten ausgehen.

Ein Gerichturteil und dessen Folgen

Die österreichische Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) nahm ein italienisches Gerichtsurteil zum Anlass gemeinsam mit der Universität Wien eine Studie durchzuführen.

Das italienische Urteil besagte, dass häufiges telefonieren mit dem Handy zu einem Gehirmtumor führen kann und die Versicherung des Anklägers muss diesem aufgrund dieser Tatsache eine Berufsunfähigkeitsrente bezahlen.

Die Studie trägt den Titel  „Untersuchung athermischer Wirkungen elektromagnetischer Felder im Mobilfunkbereich“.

Inhalt der Studie

In dieser Studie wurden gleichermaßen erwachsene Menschen und „Laborzellen“ mit UMTS Mobilfunkstrahlung bestrahlt. Die zwei zentralen Fragen, die im Zuge der Studie zu beantworten waren lauteten:

  • Wie wirkt Mobilfunkstrahlung auf den Menschen?
  • Wie schädigt Mobilfunkstrahlung die DNA?

Die Antworten

Wie wirkt Mobilfunkstrahlung auf den Menschen?

  • Hochfrequente elektromagnetische Felder können geringe Veränderungen in der DNA und der Funktionsweise der Zellen erzeugen. Wenn Menschen viel telefonieren kann es zu einer Vermehrten Anzahl dieser Veränderungen kommen. Mit Hilfe von Tests konnte festgestellt werden, dass auf der einen Seite die Reaktionszeit der Probanden zunahm und sich auf der anderen Seite die Fehleranfälligkeit derselben erhöhte.

Wie schädigt Mobilfunkstrahlung die DNA?

  • Bestrahlung erhöht die Oxidationsrate der DNA und macht diese somit brüchig. Der Körper kann die Mehrheit der DNA Brüche zwar reparieren, aber es ist möglich, dass sich kleinste und dauerhafte DNA Schäden über die Jahre ansammeln. Diese Schäden stellen ein immanentes Gesundheitsrisiko dar. Besonders die Zellen von Kindern und Jugendlichen sind für diese Brüche sehr anfällig, da diese eine hohe metabolische Aktivität aufweisen.

Conclusio

Wenn man sich die Ergebnisse der von der AUVA beauftragen Studie im Detail ansieht erhält man einen Einblick in das tatsächliche Risiko der Mobiltelefonie. Das die Strahlung, welche von Mobiltelefonen ausgeht gesundheitsschädigend ist kann somit nicht mehr wegdiskutiert werden. Die Ausmaße der tatsächlichen gesundheitlichen Folgen können vorerst nicht abgesehen werden.

Man sollte diese Studie zum Anlass nehmen die Strahlenbelastung, der man durch die Mobiltelefonie ausgesetzt ist zu verringern, bzw. dieser entgegenzuwirken.