Mobiltelefonie – ein „strahlender“ Segen

Freitag, 18. August 2017

Mobiltelefonie – ein „strahlender“ Segen

Mobiltelefone – Handys, schnurlose DECT-Telefone und WLAN-Signale senden und empfangen mit sogenannter gepulster Mikrowellenstrahlung. Somit gehen von Handys hochfrequente elektromagnetische Felder aus, d.h. sie arbeiten im Frequenzbereich zwischen 900 und 1.800 Megahertz (MHz = 1 Million Schwingungen pro Sekunde). Mit Hilfe dieser Strahlung werden Unmengen von Daten transportiert und im Zuge dieses „Transportes“ wird unser Körper dieser Strahlung ausgesetzt. Da diese Wellen auch durch Wände gehen ist man ihnen ausgesetzt auch ohne, dass man aktiv telefoniert oder zum Beispiel ein WLAN nutzt.

Schaden Handystrahlungen der Gesundheit?

Führende Umweltmediziner warnen bereits seit Jahren vor den potentiellen Gesundheitsrisiken, die Handystrahlen mit sich bringen. Auch wenn es aufgrund der Neuheit des Themas noch keine Langzeitstudien zu dem Thema gibt sind sich jene Mediziner, die sich mit der Materie intensiv beschäftigt haben darüber einig: Handystrahlen schaden eher, als dass sie nicht schaden. Es ist eine Tatsache, dass die Nutzung von Mobiltelefonen – direkt am Ohr – DANN-Brüche verursachen – wie sich diese Brüche langfristig auf die menschliche Gesundheit auswirken ist noch nicht abzusehen.

Gibt es wissenschaftliche Belege für die Schädlichkeit von Handystrahlen?

Eine der zahlreichen Forschungen, zu dem Thema Handystrahlen hat die Internationale Gesellschaft für Elektrosmog-Forschung, kurz IGEF, gemacht. Das Institut hat eine Studie veröffentlicht, wonach Handystrahlung eine schädigende Wirkung auf menschliche Zellen haben soll. Ukrainische Forscher hätten dafür rund 80 Untersuchungen zu den Folgen der Mobilfunkstrahlung ausgewertet und kamen zu dem Schluss, dass die, wenn auch nur leichte, Handystrahlung zu schädigenden Oxidationsprozessen in Zellen führe, was wiederum eine starke Produktion von schädlichen, freien Radikalen auslöse. Dieser Stress für die Zellen gilt als Auslöser für zahlreiche Krankheitsbilder. Gerade Kinder und Jugendliche seien stark gefährdet, da, so die Studie weiter, die junge Generation bis zu 8 Stunden am Tag direkten Kontakt mit dem Mobiltelefon habe. Eine Studie des Bundesamtes für Strahlenschutz in Deutschland bestätigt inzwischen sogar das tumorbeschleunigende Potential der Mobilstrahlung.

Wie kann ich mich vor den gesundheitlichen Schäden durch Handystrahlung schützen?

Als Faustregel gilt, je näher das Mobiltelefon sich am Kopf befindet, desto schädlicher sind Handystrahlen. Somit kann man ihre Auswirkung auf den Körper am leichtesten minimieren, indem man auf Abstand geht. Das Handy sollte man also nicht am Kopf, idealerweise sogar gar nicht am Körper tragen. Es wird geraten mit einer Freisprecheinrichtung wie Kopfhörer oder Headset zu telefonieren. Da aber auch dafür genutzte Bluetooth-Systeme gering strahlen, sollte bei ihrem Kauf auf die angegebenen Strahlenwerte geachtet werden.

Nur kurz zu telefonieren und im Zweifelsfall eine Nachricht verschicken sind weitere Empfehlungen, die die Auswirkungen auf unsere Zellen minimieren sollen. Zudem strahle das Telefon bei einer guten Verbindungsqualität deutlich weniger als bei einer schlechten.

Kann ich die Handystrahlung messen?

Die Strahlung des Handys wird durch den sogenannten SAR-Wert angegeben. SAR steht für „Specific Absorption Rate“ und dieser Wert gibt an, wie viel Strahlung der Körper ausgesetzt ist bzw. wie viel Strahlung vom Körper absorbiert wird. Im Normalfall ist der SAR-Wert eines Mobiltelefons in dessen Gebrauchsanweisung angegeben. Der Wert ist in W/KG (Watt pro Kilogramm Körpergewicht) angegeben und der Wert sollte nicht größer als 2 sein. Diesen Grenzwert haben die internationale Strahlenschutzkommission (ICNIRP) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) festgelegt. Der Wert schützt davor, dass sich das Gehirn gesundheitsgefährdend erhitzt. Zu bedenken ist aber, dass ein niedriger SAR-Wert nicht zwangsweise Strahlungsarmut bedeutet. Hat das Smartphone etwa schlechte Sendeeigenschaften, wird es von der Basisstation angewiesen, in eine höhere Sendeleistungs­stufe zu wechseln und kann dann auch stärker strahlen.

HIER können Sie den SAR Wert Ihres Mobiltelefons ermitteln.

  • Arte Doku: „Handystrahlen: Gefahr in der Nähe von uns“

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