Melatonin & die Auswirkungen auf unseren Schlaf

Montag, 31. Juli 2017

Melatonin & die Auswirkungen auf unseren Schlaf

Melatonin ist ein Hormon, das den Tag-Nacht-Rhythmus des Menschen – den sogenannten zirkadianen Rhythmus – steuert. Es wird in der Zirbeldrüse aus Serotonin hergestellt. Daneben wird es aber auch an anderen Orten im Körper, beispielsweise im Verdauungstrakt, produziert. Für die Steuerung des Tag-Nacht-Rhythmus ist jedoch in erster Linie das Melatonin aus der Zirbeldrüse verantwortlich.

In der Zirbeldrüse wird das Hormon nur bei Dunkelheit ausgeschüttet – deswegen werden wir abends müde. Der Melatonin-Spiegel im Blut steigt langsam an erreicht mitten in der Nacht – etwa zwischen zwei und drei Uhr – seinen Höhepunkt. In den frühen Morgenstunden fällt der Spiegel dann wieder ab, denn durch Licht wird die Produktion gehemmt.

Melatonin reguliert aber nicht nur den Schlaf-Wach-Rhythmus, sondern auch viele biologischen Funktionen, die mit diesem in Zusammenhang stehen. Dazu gehören beispielsweise die Nierenfunktion und der Blutdruck.

Auch, dass Melatonin im Körper eine antioxidative Wirkung hat, gilt mittlerweile als wissenschaftlich gesichert: Das Hormon fängt freie Radikale, die die Zellen schädigen, ab und zerstört diese. Da es im Gegensatz zu vielen anderen Antioxidantien sowohl fett- als auch wasserlöslich ist, bietet das Hormon einen guten Rundumschutz vor freien Radikalen.

Das beeinflusst die Zirbeldrüse:

  • Wachstum und körperliche Entwicklung
  • Fortpflanzung
  • Nierenfunktion
  • Schlaf-Wach-Rhythmus
  • Immunsystem
  • Kontrolle und Vernichtung sogenannter „Stressoren“
  • Schutz der DNA vor Veränderungen durch Viren und Karzinogene
  • Vernichtung „freier Radikale“
  • Energieerzeugung in den Zellen und Energiefluss im ganzen Organismus

Nach dem heutigen Stand der Forschung wird die normale Funktion der Zirbeldrüse und die von ihr gesteuerte Melatoninproduktion durch folgende Umstände ungünstig beeinflusst:

  • durch helles Licht während der Nachtstunden und einen unregelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus (z.B. bei Schichtarbeit),
  • durch oftmaliges Reisen mit mehrstündiger Zeitverschiebung, vor allem bei West-Ost-Reisen (z.B. beim Flugpersonal),
  • durch elektromagnetische und magnetische Felder, vor allem abends und während der Nachtstunden (z.B. Radiowecker oder andere Elektrogeräte im Kopfbereich der Schlafstelle, übermäßiges Fernsehen oder Gebrauch von Funktelefonen),
  • Hochspannungs- oder Starkstromleitungen im unmittelbaren Lebensbereich (z.B. entlang von Bahnlinien, usw.).
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