Elektrosmog und seine Wirkung

Mittwoch, 28. Juni 2017

Elektrosmog und seine Wirkung

Der Begriff Elektrosmog kann in einem Satz erklärt werden: Elektrosmog ist das Auftreten oder Vorhandensein von künstlichen elektrischen und elektromagnetischen Feldern.

Man kann unterschiedliche Arten von Elektrosmog unterscheiden:

  • Elektromagnetische Gleichfelder:  z.B. Straßenbahnoberleitung

Hierbei ändert sich die Wirkrichtung des Feldes nicht. Die Kräfte wirken also immer aus der gleichen Richtung auf den Menschen ein.

  • Niederfrequente elektrische Wechselfelder: elektrische Hausinstallationen wie zum Beispiel Lampen und Steckdosen (vorhanden auch ohne aktive Nutzung)

Diese Felder entstehen – vereinfacht gesagt – überall dort, wo es eine elektrische Spannung gibt. Die Felder sind auch vorhanden, wenn elektrische Geräte nicht in Betreib sind.

  • Niederfrequente magnetische Wechselfelder: entstehen, wenn Hausinstallationen genutzt werden (z.B. Lampe wird eingeschaltet)

Sie entstehen dann, wenn ein elektrisches Gerät nicht nur vorhanden, sondern auch im Betrieb ist.

  • Elektromagnetische Wellen (Hochfrequenz): alle Arten von Sender, wie Handy, WLAN und Co.

Diese Wellen breiten sich im freien Raum in Lichtgeschwindigkeit aus und können dabei Energie und Informationen über große Entfernungen übertragen.

Wir wirkt Elektrosmog auf den Körper?

Welche gesundheitlichen Schäden Elektrosmog tatsächlich mit sich bringt ist nach wie vor umstritten. Eine Tatsache ist es aber, dass Elektrosmog den Körper unter Stress setzt. Eine weitere Tatsache ist, dass jeder Mensch unterschiedlich auf die in seinem Umfeld auftretenden elektromagnetischen Belastungen reagiert. Dies ist einerseits abhängig von der Intensität und Dauer der auftretenden Frequenzen und Modulationen und den sich daraus individuell ergebenden Kombinationswirkungen. Andererseits von seinen Veranlagungen, den möglichen Vorerkrankungen und bestehenden Gesundheitsschädigungen, seinem Immunstatus und der Fähigkeit seines Organismus, auftretende Belastungen zu kompensieren sowie auch seiner Widerstandsfähigkeit gegenüber Beeinflussungen von außen. Sind wir der dem Elektrosmog langfristig ausgesetzt, was sich heute nicht vermeiden lässt, dann befindet sich der Körper in einem chronischen Stresszustand, der bis hin zu einer Erschöpfung des Organismus führen kann. Dieser „Erschöpfungszustand“ kann zu einer Störung des vegetativen Nervensystems führen und in weiterer Folge folgende Symptome mit sich bringen:

  • Kopfschmerzen
  • Verdauungsprobleme
  • Schlafstörungen
  • Kreislaufprobleme (Blutdruck)
  • Herzrhythmusstörungen

Zusätzlich beeinflusst Stress auch das Immunsystem negativ und dadurch wird man anfälliger für Erkrankungen. Durch die Belastung des Hormonhaushalts verursacht durch Elektrosmog kann auch die Psyche negativ beeinflusst werden und das kann bis hin zu Depressionen führen.

Warum reagiert der Körper auf Elektrosmog?

Der menschliche Körper ist elektromagnetisch und aus diesem Grund reagiert er auch auf Elektrosmog. Die Kommunikation im Körper läuft über chemische Botenstoffe und über elektrische Signale. Diese Signale werden durch elektromagnetische Strahlung von außen – sprich Elektrosmog – beeinflusst und damit die Kommunikation im Körper, was wiederum gesundheitliche Schädigungen mit sich bringen kann. Elektrosmog kann auch als ein zentraler Angriff auf die ´Funktionen des Lebens` verstanden werden. Er ist in der Lage die elektromagnetischen Funktionszusammenhänge des Lebendigen erheblich zu beeinflussen. Zellen verspüren schon nach Sekunden die Gegenwart von elektromagnetischen Feldern und erkennen dies als „Angriff“. Aus diesem Grund reagieren die Zellen mit ihrem natürlichen Schutzmechanismus und schließen aller Kanäle, die in die Zelle hinein und aus der Zelle herausgehen. Im entspannten Energiezustand ist eine Zellmembran durchlässig – das bedeutet, sie Die Zellmembran hat zwei Energiezustände, einen parasympathischen (entspannten) Zustand und einen sympathischen (erregten) Zustand. Im entspannten Zustand können Nährstoffe in die Zelle eintreten, im erregten Zustand ist die Zellmembran verschlossen und eine Nährstoff- und Energiezufuhr ist nicht möglich. Normalerweise schaltet eine Zelle stets zwischen diesen beiden Zuständen hin und her. Wenn nun eine Zelle ständig elektromagnetischer Strahlung ausgesetzt ist, bleibt ihre Zellmembran im sympathischen bzw. verschlossenen Zustand, d.h. sie kann weder Nährstoffe aufnehmen, noch Schadstoffe ausscheiden und funktioniert so nicht mehr richtig. Daher werden Zellen, z.B. von Hirn oder Haut, die permanent elektromagnetischen Feldern ausgesetzt sind, nährstoffarm.

Was sagt die Wissenschaft?

Es gibt unzählige (mehr als 20.000!!!) Studien, die einen Zusammenhang zwischen elektromagnetischer Strahlung und gesundheitlichen Belastungen, wenn nicht sogar Schäden, belegen. Aufgrund der sehr individuellen Reaktionen von Menschen auf Elektrosmog, werden die wissenschaftlichen Forschungen enorm erschwert, da viele Tests aufgrund der angeführten Tatsache, wissenschaftlich nicht reproduziert werden können. Viele wissenschaftliche Studien bestätigen, dass Elektrosmog seiner Umwelt Energie entzieht. Weltweit wurde (und wird noch immer) intensiv untersucht, durch welche biologischen Mechanismen vor allem hochfrequente elektromagnetische Felder zu gesundheitlichen Belastungen für den Menschen führen könnten. Sowohl nationale als auch internationale Strahlenschutzorganisationen halten es aufgrund der langjährigen Forschung für immer weniger wahrscheinlich, dass eine Wechselwirkung mit negativen Folgen tatsächlich besteht.

Ausgeschlossen wird ein Krebsrisiko deshalb jedoch noch nicht. Die wissenschaftliche Diskussion gilt nicht als beendet: Ein "Unschädlichkeitsbeweis" fehlt ebenfalls. Aus diesem Grund hatte die der Weltgesundheitsorganisation WHO zugehörige Organisation für Krebsforschung (IARC; www.iarc.fr) 2001/2002 das potenzielle Risiko für elektromagnetische Felder auf die Stufe - "vielleicht krebserregend" (Kategorie 2b) heraufgesetzt.

  • Was ist Elektrosmog (Teil 1)?

  • Was ist Elektrosmog (Teil 2)?