Der Schlaf – die wichtigste Erholung des Menschen

Montag, 17. Juli 2017

Der Schlaf – die wichtigste Erholung des Menschen

Schlaf ist für den menschlichen Körper sehr wichtig, da er diesen zur Regeneration und zur Erholung benötigt. Es gibt keinen Faktor, der einen größeren Einfluss auf unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit hat als der Schlaf. Aber was ist Schlaf eigentlich genau?

Es handelt sich beim Schlaf um einen äußerst komplexen biologischen Vorgang im Körper, der vom Nervensystem aus gesteuert wird. Der Schlaf lässt sich in zwei Grundstadien einteilen, in denen das Zentralnervensystem und verschiedene Körperfunktion entsprechend aktiv beziehungsweise weniger aktiv sind, um so Erholung und Regeneration im Schlaf zu ermöglichen.

1. Orthodoxer Schlaf oder auch Non-REM-Schlaf – dieser dient im Wesentlichen der Körpererholung

2. Paradoxer Schlaf (REM-Schlaf) – in dieser Phase findet die geistige Verarbeitung statt und es wird geträumt

Die erste Schlafphase nach dem Einschlafen ist der orthodoxe Schlaf. Die erste Tiefschlafphase dauert in etwa 1 Stunde und danach wechseln sich der orthodoxe und der paradoxe Schlaf ab. Das Schlafbedürfnis ist individuell unterschiedlich sowie altersabhängig. Ein Säugling schläft pro Tag ca. 16 Stunden, wobei fast 50% REM-Schlaf sind. Beim Erwachsenen beträgt die Schlafdauer ca. 6 - 8 Stunden, mit einem Anteil des REM-Schlafs von etwa 20%. Im Alter sinkt die Schlafdauer noch weiter, wobei der Anteil des REM-Schlafs bis auf 13% heruntergeht.

Jede Phase ist wichtig für die Erholungsfunktion des Schlafs. Wesentliche Körpervorgänge wie etwa der Blutdruck, die Verdauungstätigkeit oder die Muskelspannung verändern sich nachts, je nachdem in welchem Stadium sich der Schläfer befindet. Sie werden zeitweise heruntergefahren, etwa der Blutdruck im Tiefschlaf, andere gerade dann angekurbelt, wie bestimmte Stoffwechselvorgänge. Wird der Schlaf nun mehrfach unterbrochen, muss der Nichtschläfer sogar aufstehen, steigt zum Beispiel auch der Blutdruck wieder an.

Der Schlaf und das Immunsystem

Gerade im Schlaf arbeitet das Immunsystem des Menschen auf Hochdruck. Während des Schlafes werden vom menschlichen Körper besonders viele immunaktive Stoffe ausgeschüttet, deren Aufgabe darin besteht die Immunabwehr zu erhöhen. Somit können Infektionen oder ähnliches vom Körper abgewehrt werden ohne gleich zu einer Erkrankung führen zu müssen. Wenn es aber dennoch zu einer Erkrankung kommt stimuliert der Körper in den meisten Fällen den Schlaf. Ein kranker Mensch ist im Regelfall öfter müde. Durch den erhöhten Schlafbedarf hat der Körper mehr Zeit sich zu regenerieren. Untersuchungen haben herausgefunden, dass bereits nach 6 Tagen durchgehenden Schlafmangel die Abwehrkraft des Immunsystems verringert ist.

Der Schlaf und das Lernen

Der Schlaf ist nicht nur dafür wichtig um körperlich wieder fit zu werden, sondern spielt vor allem für die geistige „Fitness“ eine besonders große Rolle. Schlafen ist wichtig um unser Gehirn zu verbessern und das im wahrsten Sinne des Wortes. In der Tiefschlafphase werden viele Informationen aus dem Kurzzeitgedächtnis in das Langzeitgedächtnis des Menschen übertragen. Das ist vor allem auch deswegen notwendig, da der Mensch in seinen Wachphasen ständig mit Reizen und Informationen konfrontiert wird, die aber auch verarbeitet werden müssen. Um diese Verarbeitung gewährleisten zu können muss Platz im Kurzzeitgedächtnis des Gehirns geschaffen werden indem Informationen auf das Langzeitgedächtnis übertragen werden. Somit kann man den Schlaf auch als Transformator für Informationen betrachten.